Posts Tagged ‘Skulptur’

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Dalton M. Ghetti

Februar 26, 2012

Im Alter von 6 Jahren  lernte, der in Brasilien Sao Paulo geborene Dalton, seine Schulbleistifte mit Hilfe einer Rasierklinge zu spitzen. Mit 9 Jahren begann er durch die Hilfe von Messern, Skalpell und Hammer mit der Bildhauerei. Zunächst gestaltete er seine eigenen Spielzeuge, später viele Objekte aus den unterschiedlichsten Materialien.

1986 entschied er sich einer neuen Herausforderung, welche durch seine Liebe zu Kleinstlebewesen, wie z.B. Moosen oder Ameisen geprägt wurde, zu folgen. In meditativen Arbeitsprozessen schnitzt er, wann immer er Inspiriert wird, ein bis maximal zwei Stunden pro Tag seine Bleistift Skulpturen. Ihm ist es wichtig die Aufmerksamkeit der Menschen hin zu  kleinen oft übersehenen Dingen zu lenken. Für Dalton ist die Bildhauerei ein Hobby, das sehr viel Geduld erfordert. Die Herstellung einer Skulptur dauert meist Monate, manchmal sogar Jahre.

 

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Dalton M. Ghetti

 

 

 

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Auftritt der Klone

November 29, 2010

Die Kunsthalle Mannheim startete am 26.11.2010 mit dem Ausstellungsformat “ Premiere“. Einmal jährlich soll die Kunsthalle zur Bühne für zeitgenössische Künstler werden. Eigens für „Premiere“ konzipierte oder gerade noch produzierte Arbeiten werden erstmals einem Publikum zur Diskussion gestellt. Ausgewählten internationalen Künstlern werden Räumlichkeiten als Experimentierfeld für Ihre Ausdrucksformen angeboten.

Enrique Marty startete eben diese Reihe mit fünf seiner aktuellen Werke und einem Doppeldebüt. Seine Installation „80 Fanatics“ ( work in progress) ist seine erste museale Einzelausstellung in Deutschland. Der 1989 in Salamanca, Spanien, geborene  Künstler stellt in seinem Hauptwerk  80 unterlebensgroße, fanatische Klone seiner Selbst zur Schau, welche in ein gigantisches Raumgemälde, eigens für die Kunsthalle erstellt, übergehen. Inspiriert durch die Worte des Regiesseurs Luis Buñuel „Ich bin ein fanatischer Antifanatiker“ schafft Enrique eine raumfüllende Installation die die vom Fanatismus geschwängerte Geschichte der Menscheit in einer Spirale, welche für ihn gleichermaßen ein Symbol für Wahnsinn und Unendlichkeit darstellt, münden lässt. Alle Klone sind in camouflageartige Kleider gehüllt, formieren sich  panisch,verletzt, irritierend und leidend zu einer Armee von Fanatikern. Für den Künstler sind sie trotz der immensen Ähnlichkeit keine Soldaten, da sie keine Waffen, Stiefel oder andere vergleichbare Charakteristika aufweisen. Vielmehr sind es für ihn Pilger, die direkt auf ein Idol ihrer selbst zusteuern.

Enrique Martys Kunst bewegt sich an den Grenzen des ästhetisch zumutbaren. Scheinbar spielend bewegt er Malerei, Skulptur und Video zwischen Anziehung und Abstoßung, Ekel, Mitleid und Harmonie, durch die Abgründe der menschlichen Seele. Enrique Marty möchte über soziales reden, aber kein sozialkritischer Maler sein, seine Kunst soll nicht langweilig sein, sondern auch Leute ansprechen die nichts mit Kunst zu tun haben.

http://www.kunsthalle-mannheim.eu/

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